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‘Grenzfläche’ – Ein Film über das Conti-Loch Chemnitz

‘Grenzfläche’ ist der Titel eines in Herstellung befindlichen Dokumentarfilms über die Geschichte und den Zustand einer innenstädtischen Baugrube, dem Conti-Loch in Chemnitz. Durch Beobachtung am und im Objekt sowie Gespräche mit Anwohnern und weiteren Personen möchte sich der Film den Themen Urbanität und Stadtbegriff sowie der subjektiven Wahrnehmung dieser nähern. Die Arbeiten am Film haben letztes Jahr begonnen, aktueller Status: Dreh, Interviews und weitere Recherche. Es werden immer noch Zeitzeugen und Gesprächsüartner gesucht, wer Interesse hat kann sich per Email melden (ein_conti_loch_film(at)yahoo.de) oder telefonisch unter: 0176 70 84 23 04. Unten ein erster Trailer zur Dokumentation.

“Das Ergebnis ist eine Stadt, die mit der Landschaft – zu der sie früher einen Gegensatz gebildet hat – verschmilzt.”

(Thomas Sieverts, Architekt und Stadtplaner, in “NICHT-MEHR | NOCH-NICHT”, Dokumentarfilmessay in 82 Min.)

‘Grenzfläche’ – Dokumentarfilm über das Conti-Loch Chemnitz (Synopse)

Im Stadtzentrum von Chemnitz befindet sich eine Baugrube. Sie befindet sich schon seit langem dort, besitzt Namen, Jahrestag, definierte Abgrenzungen und ist kartographisch erfasst. Lässt sich das Objekt aber mit noch mehr als der bloßen Summe dieser Fakten charakterisieren?

Das Conti-Loch in Chemnitz kann als Beispiel für die Differenziertheit der Betrachtungsweisen der Themen Stadtbegriff, Stadtplanung und Entwicklung urbaner Strukturen gesehen werden. Ausgehoben bereits 1995, fast allen Einwohnern der Stadt und auch der Region bekannt, nimmt die Baugrube im Kontext der urbanen Merkmale einer Stadt einen eigenständigen Platz ein. Das durch den im Sommer starken Pflanzenbewuchs in seinen Dimensionen kaum zu erahnende Gebilde beherbergt mittlerweile viele Tier- und Pflanzenarten. Eingezäunt existiert es als fast unheimlicher Ort , direkt in der Innenstadt. Ohne Zugänge – und nicht an städtischen Wegen und Anlaufpunkten gelegen – scheint keine Interaktion oder Auseinandersetzung mit dem Objekt stattzufinden. Das Loch und dessen Nicht-Vorhandensein von Materie wurde zum Selbstverständnis. Nicht-Stadt als Teil der Stadt.

Doch wie kann ein “Nichts” so lange Zeit eigenschaftslos existieren? Kann die Existenz dieser Baugrube aus persönlicher Sichtweise mittlerweile einem urbanen Wert zugeordnet werden? Worin besteht der Nutzen urbaner Strukturen, die wir Stadt nennen, eigentlich?

Ausgelöst durch die im Anfang 2012 vorgestellten Pläne zur Neubebauung stellt der Film Fragen zu Eigenschaften und Wahrnehmung des Conti-Lochs. Er sucht die Einordnung des stadtfremden Ortes in den üblichen Kontext der Zweckgebundenheit von Gebäuden und Straßen, Gehwegen, Parks und anderer typischer Elemente. Er stellt Fragen zu Vorgeschichte und “Lochwerdung”, nach Menschen am Loch und ihrer, unserer Beziehung zum urbanen Leben.

Grenzfläche ist ein Projekt von Thilo Leibelt und Jeannette Süß

Email: ein_conti_loch_film@yahoo.de
Telefon: 0176 70842304
Website: grenzflaeche-film.de

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