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MDR artour: Von Karl-Marx-Stadt nach Chemnitz – das schwere Erbe des DDR-Städtebaus

Im aktuellen MDR artour Beitrag von Meinhard Michael geht es den begangenen Bausünden in der Stadt an den Kragen, gezeigt wird unter anderem das alte Karl-Marx Stadt in den Jahren 1974 und 1975 (mit Material aus dem Film von Sandro Schmalfuß)

Von Karl-Marx-Stadt nach Chemnitz – das schwere Erbe des DDR-Städtebaus
Veröffentlicht am 05.01.2013

“artour”-Beitrag: Meinhard Michael

Als Chemnitz noch Karl-Marx-Stadt war, wurden einige schwere Bausünden begangen. Doch auch nach der wende wendete sich nur wenig zum Guten.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann in Chemnitz ein schwieriges Kapitel der Stadtplanung. Weite Teile der Stadt wurden bei alliierten Luftangriffen ausgelöscht und die historische Innenstadt fast vollständig zerstört. Für die Führung der damals noch jungen DDR eine gute Chance um den Idealtypus der ‘Sozialistischen Stadt’ in die Tat umzusetzen. Alte Stadtstrukturen wichen Plattenbauten und großzügig angelegten Straßensystemen. Die noch übrig gebliebene Altbausubstanz wurde häufig dem Verfall preisgegeben oder abgerissen. Davon zeugen auch Bilder von einem Hobbyfilmer, der in den Jahren 1974 und 1975 mit Kommilitonen die Veränderungen des Stadtbildes auf 8mm-Filmen festhielt. Nach der Wende regierte weiterhin der Geist des Abrisses in Chemnitz, nun teils staatlich gefördert. Ein schlüssiges Konzept für eine Neugestaltung der Innenstadt jenseits von Park- und Kaufhäusern scheint bis heute zu fehlen.

Interview:

Frank Kotzerke
Peter Diekert
Sandro Schmalfuß

stadtbild-chemnitz.de

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